Webentwicklung ·
Google Fonts, Maps und YouTube datenschutzfreundlich einbinden
Schriften, Karten und Videos von Google sind praktisch, übertragen aber IP-Adressen. So bindest du sie ein, ohne Daten deiner Besucher ungefragt weiterzugeben.
Kaum eine Website kommt ohne sie aus: Schriften von Google Fonts, eine Anfahrtskarte von Google Maps oder ein Imagevideo auf YouTube. Das Problem: Werden diese Inhalte direkt von Googles Servern geladen, wird beim Seitenaufruf die IP-Adresse deiner Besucher an Google übertragen – ohne dass sie zugestimmt haben. Das Landgericht München hat 2022 genau deshalb einem Website-Besucher Schadensersatz zugesprochen. Die gute Nachricht: Für alle drei gibt es einfache Lösungen.
Google Fonts: lokal einbinden
Das ist die leichteste Übung. Die Schriftdateien werden einmal heruntergeladen und auf dem eigenen Server abgelegt. Für Besucher ändert sich optisch nichts – die Seite lädt oft sogar schneller.
Worauf du achten solltest:
- Theme und Plugins prüfen. Viele WordPress-Themes, Page-Builder und Plugins laden Google Fonts selbstständig nach, auch wenn du die Schrift schon lokal eingebunden hast.
- Auch Icon-Schriften wie Font Awesome werden häufig von fremden Servern geladen.
Google Maps: erst nach Klick laden
Eine eingebettete Karte überträgt bereits beim Laden der Seite Daten an Google. Besser sind zwei Varianten:
- Zwei-Klick-Lösung: Statt der Karte erscheint ein Vorschaubild mit dem Hinweis, dass beim Klick Daten an Google übertragen werden. Erst nach dem Klick wird die Karte geladen.
- Statisches Bild mit Link: Ein Kartenausschnitt als Bild, verlinkt auf Google Maps. Für eine Anfahrtsbeschreibung reicht das völlig.
YouTube: Vorschaubild statt Player
Auch ein eingebettetes YouTube-Video stellt sofort eine Verbindung zu Google her. Die Lösung funktioniert wie bei der Karte: ein Vorschaubild mit Play-Symbol und kurzem Hinweis, der Player wird erst nach dem Klick geladen.
Der „erweiterte Datenschutzmodus“ über youtube-nocookie.com reduziert zwar Cookies, verhindert die Verbindung zu Google aber nicht. Er ersetzt die Zwei-Klick-Lösung deshalb nicht.
Noch besser ist oft, das Video selbst zu hosten – als MP4-Datei auf dem eigenen Server. Für kurze Imagevideos ist das problemlos möglich.
So prüfst du deine Website
Mit unserem kostenlosen Drittanbieter-Check siehst du in rund 30 Sekunden, welche fremden Server deine Website beim ersten Aufruf lädt – mit konkreten Tipps zu jedem Anbieter. Hintergründe findest du auch in unserem Artikel Website ohne Cookie-Banner.
Dieser Artikel ersetzt keine Rechtsberatung. Wenn du Unterstützung bei der Umstellung möchtest, melde dich gern.