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Website ohne Cookie-Banner: Wann es geht und worauf du achten musst

Cookie-Banner nerven und kosten Vertrauen. Wann eine Website ganz ohne Banner auskommt – und welche Dienste du dafür ersetzen musst.

Kaum eine Website kommt heute ohne Cookie-Banner aus. Für Besucher ist das lästig, für Unternehmen kostet es Vertrauen – und oft auch Anfragen, weil Menschen genervt wegklicken. Dabei ist ein Banner gar nicht immer nötig. Entscheidend ist, was deine Website im Hintergrund tatsächlich macht.

Wann ein Banner Pflicht ist

Eine Einwilligung brauchst du dann, wenn Informationen auf dem Gerät deiner Besucher gespeichert oder ausgelesen werden, die für den Betrieb der Website nicht unbedingt erforderlich sind (§ 25 TDDDG). Typische Beispiele sind Analyse-Tools wie Google Analytics, Werbe-Pixel, eingebettete YouTube-Videos oder Karten von Google Maps.

Auch ohne Cookies kann es Probleme geben: Sobald deine Website Inhalte von fremden Servern lädt, wird dabei die IP-Adresse deiner Besucher an diese Anbieter übertragen. Bekanntes Beispiel sind Google Fonts – das Landgericht München hat 2022 entschieden, dass die Einbindung über Googles Server ohne Einwilligung unzulässig sein kann.

Was stattdessen funktioniert

Die gute Nachricht: Für fast alles gibt es Lösungen, die ohne Drittanbieter auskommen.

  • Schriften lokal einbinden: Die Schriftdateien liegen auf deinem eigenen Server. Optisch ändert sich nichts.
  • Statistik aus den Server-Logs: Besucherzahlen, beliebte Seiten und Herkunft lassen sich aus den Logdateien des Servers auswerten – mit gekürzten IP-Adressen, ohne Cookies und ohne Skript auf der Website.
  • Videos und Karten erst nach Klick laden: Statt eines eingebetteten Players zeigst du ein Vorschaubild. Erst wenn jemand bewusst klickt, wird der Inhalt geladen.
  • Formulare ohne fremdes Captcha: Spam lässt sich auch mit unsichtbaren Prüfungen auf dem eigenen Server abwehren, etwa über die Ausfüllzeit und versteckte Felder.

So prüfst du deine eigene Website

Öffne deine Website im Browser, drücke F12 und wechsle zum Reiter „Netzwerk“. Lade die Seite neu und schau dir die Spalte „Domain“ an. Taucht dort mehr auf als deine eigene Domain, lädt deine Seite Inhalte von Dritten. Unser kostenloser Website-Check zeigt dir das ebenfalls – zusammen mit Cookies, die vor der Einwilligung gesetzt werden.

Unser eigener Weg

Unsere eigene Website kommt komplett ohne Cookies, Tracking und externe Inhalte aus. Deshalb brauchen wir auch kein Cookie-Banner. Möglich wird das durch eine schlanke, statisch ausgelieferte Seite und eigene Werkzeuge für Formulare und Statistik.

Wichtig: Dieser Artikel ersetzt keine Rechtsberatung. Ob deine Website ein Banner braucht, hängt von den eingesetzten Diensten im Einzelfall ab. Wenn du wissen möchtest, was sich bei dir ändern lässt, sprich uns gern an.